
Einladung zum FNG-Dialog „ESG Integration- Mainstreaming oder Mogelpackung?“ // 21.12.0211
Datum: Dienstag den 7. Februar 2012
Zeit: 17:30-19:00 Uhr
Ort: Zürcher Kantonalbank, Josefstr. 222, 8005 Zürich
Wir freuen uns Ihnen ein hochkarätig besetztes Panel bieten zu können. Bei der Diskussionsrunde wird es nicht nur um die Frage des Wie, der jeweiligen Analyseansätze gehen, sondern auch um deren Akzeptanz, deren Wirkung und Wechselwirkungen.
Programm FNG-Dialog zum Thema „ESG Integration- Mainstreaming oder Mogelpackung?
ESG der EFFAS (CESG)
Bei der Investoreninitiative Principles for Responsible Investment haben sich bis Dezember 2011 rund 800 institutionelle Investoren verpflichtet, die Berücksichtigung von Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien (ESG) in ihre Investment-Entscheidungsprozesse zu integrieren. Dabei wird die rechtliche Notwendigkeit im Rahmen der treuhänderischen Verantwortung als entscheidendes Argument für die breite ESG-Integration herausgestellt. Der von der UNEP FI initiierte Freshfields-Report hat aufgezeigt, dass die Missachtung nachhaltiger Aspekte einen Bruch rechtlicher Pflichten von Institutionellen darstellen könnte.
Die Chance für eine stärkere Verankerung von Nachhaltigkeitskriterien in den Finanzmärkten und damit gleichzeitig Anreize für Unternehmen zu schaffen, ihre Performance in dem Bereich zu verbessern liegt vor allem in der Breitenwirkung. Gemäss Eurosif-Studie waren im Jahr 2009 290 Milliarden EUR mit Best-in-Class-Ansätzen sowie aufgrund von Positivkriterien verwaltet. Knapp der zehnfache Betrag wurde aber mit Integrations-Ansätzen gemanagt. Es ist plausibel, dass Unternehmensvertreter sensibler reagieren, wenn nicht nur streng nachhaltige Investoren Fragen nach einem CO2-Risikomanagement stellen, sondern sie auch von Seiten der klassischen Finanzanalysten mit solchen Fragen konfrontiert werden. Gleichzeitig ist für institutionelle Investoren der Einstieg in das Thema Nachhaltigkeit einfacher, wenn die Analyseansätze finanzielle Kernkriterien mit ESG-Aspekten kombinieren und in Titelanalyse und ins Portfoliomanagement integrieren, so dass kleinere Abweichungen zu konventionellen Benchmarks entstehen.
Klassische Nachhaltigkeitsanalysten freuen sich darüber, dass zunehmend auch Finanzanalysten ESG-Themen aufgreifen und in ihre Modelle einbauen. Was passiert allerdings mit Themen, die zwar aus Nachhaltigkeitssicht relevant sind, deren Preis jedoch schwer messbar ist und aus diesem Grund in den klassischen Modellen keinen finanziellen Einfluss auf die Firmenbewertung haben?


