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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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EU-Aktionsplan

Zeitachse zur Umsetzung der Gesetzespakete und Maßnahmen des EU-Aktionsplans

Hier finde Sie eine Zusammenfassung aller Aktivitäten zum EU-Aktionsplan im zeitlichen Verlauf samt Verlinkungen für weiterführende Informationen.

EU bereitet in Anlehung an den European Green Deal neue nachhaltige Finanzstrategie vor // 13.04.2020

Am 8. April hat die EU-Kommission ein Konsultationspapier veröffentlicht für eine neue nachhaltige Finanzstrategie. Die neue Strategie baut zum einen auf die Maßnahmen des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums auf und ergänzt weitere Punkte in Bezug auf die Ziele des European Green Deals. Die EU-Kommission schätzt die zusätzlichen  Investitionen zur Erreichung der aktuellen Klima- und Energieziele auf 260 Mrd. EUR pro Jahr bis 2030. Dabei räumt sie ein, dass der Investitionsbedarf aufgrund der anvisierten Klimaneutralität bis 2050 noch größer sein wird als derzeit angenommen. Vor diesem Hintergrund gliedert sich die neue Finanzstrategie in folgende drei Bereiche:

a) Stärkung der Grundvoraussetzungen für Sustainable Finance  - Hierunter fallen Reportingstandards für Unternehmen, Standards und Labels für nachhaltige Finanzprodukte, Green Bonds und umfassenderes Nachhaltigkeitsresearch.

b) Erhöhung der Chancen für Bürger, Finanzinstitutionen und Unternehmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit – Hier geht es darum politische Signale und Anreize zu schaffen, um Private als auch Unternehmen zu Investitionen und Investments in nachhaltige Projekte und Produkte zu bewegen.

c)  Reduzierung und Umgang von / mit Klima- und Umweltrisiken – Zusätzlich zu weiteren Ausführungen der Aufsichtsbehörden zum Umgang mit Klima- und Umweltrisiken für alle Finanzteilnehmer, ist mit einer Brown-Taxonomie zu rechnen, d.h. einer Klassifizierung umweltschädlicher Wirtschaftsaktivitäten.

Die Konsultation läuft noch bis zum 15. Juli 2020: https://ec.europa.eu/info/consultations/finance-2020-sustainable-finance-strategy_de

TEG veröffentlicht Abschlussbericht zur EU-Taxonomie // 09.03.2020

Nach einer zweiten Konsultationsrunde im Sommer 2019, veröffentlichte die TEG heute unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen die endgültige Fassung ihres Berichts zur Taxonomie. Der Abschlussbericht zur EU-Taxonomie enthält auch Empfehlungen zur übergreifenden Gestaltung der Taxonomie als Anleitung, wie Unternehmen und Finanzinstitute mithilfe der Taxonomie Angaben machen können. Der Bericht wird durch einen technischen Anhang ergänzt, der eine aktualisierte Liste technischer Überprüfungskriterien für wirtschaftliche Aktivitäten enthält, die wesentlich zur Eindämmung oder Anpassung des Klimawandels beitragen können, einschließlich einer Bewertung erheblicher Schäden für andere Umweltziele.

BaFin veröffentlicht Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken

Nach einer Konsultation des Entwurfs hat die BaFin am 20.12.2020 die finale Version des Merkblatts zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken veröffentlicht. Mit dem Merkblatt möchte die BaFin den von ihr beaufsichtigten Unternehmen eine Orientierungshilfe im Umgang mit dem immer wichtiger werdenden Thema „Nachhaltigkeitsrisiken“ geben – und führt zur Illustrierung zahlreiche Beispiele und mögliche Fragen an.Die BaFin sieht ihr Merkblatt als Kompen-dium unverbindlicher Verfahrensweisen (Good-Practice-Ansätze), das unter Berücksichtigung des Proportionalitätsprinzips von den beaufsichtigten Unternehmen im Bereich von Nachhaltigkeitsrisiken zur Umsetzung der gesetzlichen Anforderungen an eine ordnungsgemäße Geschäftsorganisation und ein angemessenes Risikomanagementsystem angewendet werden kann. Das Merkblatt kann als Anstoß einer sinnvollen Ergänzung der Mindestanforderungen an das Risikomanagement für Kreditinstitute, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds, Kapitalverwaltungsgesellschaften und Finanzdienstleistungsinstitute gesehen werden und verfolgt nicht das Ziel, konkrete Prüfungsanforderungen zu formulieren.Das Merkblatt bestimmt den Begriff „Nachhaltigkeit“ im Sinne von ESG (Environmental, Social and Governance – Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und geht auf physische und transitorische Risiken ein, die als Faktoren der bestehenden Risikoarten zunehmende Wirkung entfalten können. Die BaFin erwartet, dass die beaufsichtigten Unternehmen sich mit den entsprechenden Risiken auseinandersetzen.

Aktueller Stand zum EU-Gesetzpaket Integration von Nachhaltigkeitsrisken und -faktoren in MiFID II & zum EU-Gesetzespaket Transparenz- und Offenlegungspflichten

Am 24. Mai 2018 hat die EU-Kommission einen Vorschlag zu Änderung der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565 (MiFID II-DVO – MiFID II Änderungsverordnung) veröffentlicht. Ziel der Änderung ist eine verpflichtende Abfrage der ESG-Präferenzen in der Anlageberatung und eine entsprechenden Berücksichtigung in der Vermögensverwaltung. Die Änderung soll über einen Verweis auf eine Definition „nachhaltiger Anlagen“ in der Verordnung zu Offenlegungs- und Transparenzpflichten aufgenommen werden.

Zwar liegt die finale Version der MiFID II-DVO-Änderungsverordnung bereits seit dem 4. Januar 2019 vor, kann jedoch erst mit einer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft treten. Eine Veröffentlichung im Amtsblatt ist jedoch aufgrund des Verweises auf die Offenlegungs- und Transparenz-Verordnung erst möglich, wenn für letztere eine finale Version vorliegt. Die Trilogverhandlungen zwischen Kommission, Rat und Parlament zu den Offenlegungs- und Transparenzpflichten wurden im April abgeschlossen und eine Textversion angenommen. Eine Veröffentlichung im Amtsblatt steht derzeit jedoch noch nicht fest.

Neben den bereits oben erwähnten Gesetzen sollte die ESMA im Auftrag der EU-Kommission Vorschläge (technical advices) zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und –faktoren in die delegierten Rechtsakten zur MiFID II-Richtlinie erarbeiten.
Nach einer öffentlichen Konsultation (On integrating sustainability risks and factors in MiFID II“ (ESMA35-43-1210)), an der sich auch das FNG beteiligt hat, veröffentlichte die ESMA am 30. April 2019 ihren Final Report, der auch der EU Kommission vorliegt.
Die EU-Kommission muss die Vorschläge der ESMA noch annehmen und die aktualisierten delegierten Rechtsakte erlassen. Nach dem Erlass der Rechtsakte durch die EU-Kommission treten die delegierten Rechtsakte nach ihrer Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft, es sei denn, das Europäische Parlament und der Rat widersprechen ihnen innerhalb einer Frist von drei Monaten. Auf dieser Basis wird die EU-Kommission Vorschläge für Änderungen der delegierten Rechtsakte veröffentlichen.

Derzeit ist unklar, wann die Vorgaben in Kraft treten werden.


ESMA-Bericht zu unangemessenem kurzfristigen Druck des Finanzsektors auf Unternehmen
Im Dezember will die ESMA der EU Kommission einen Bericht über kurzfristigen Druck des Finanzsektors auf Wirtschaftsunternehmen vorlegen, welche den Abbau unangemessen kurzfristigen Denkens auf den Kapitalmärkten als Teil des EU-Aktionsplanes verfolgt.
Hierfür hat die ESMA im Vorfeld einen Fragebogen veröffentlicht und Anleger, Emittenten, Verwaltungsgesellschaften, Investmentgesellschaften, AIFMs und Branchenverbände des Finanzsektors von Ende Juni bis Ende Juli aufgefordert an der Befragung teilzunehmen. Auf Grundlage dieser Antworten sollen potenzielle Ursachen übermäßigen Drucks seitens des Finanzsektors auf Unternehmen analysiert und Bereiche ermittelt werden, in denen bestehende Vorschriften dazu beitragen können Druck abzubauen oder wo sie ihn möglicherweise gar verstärken. Die Antworten der Umfrageteilnehmer sind bereits einsehbar: https://www.esma.europa.eu/press-news/consultations/collection-evidence-undue-short-term-pressure-financial-sector-corporations

Sustainable Finance Beirat - Das Wichtigste für Sie zusammengefasst //04.07.2019
Der Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung fasste am 25. Februar 2019 den Beschluss, im Rahmen der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie eine Sustainable Finance Strategie zu entwickeln und Deutschland damit künftig zu einem führenden Sustainable Finance Standort zu machen. Hierfür haben das BMF und das BMU einen Sustainable Finance-Beirat benannt, dessen zentrale Aufgabe die Beratung der Bundesregierung bei der Erarbeitung der Strategie und der Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen ist. Außerdem soll der Beirat die Bundesregierung bei der Entwicklung von Positionen für die Brüsseler Diskussion um die Umsetzung des EU-Aktionsplans Finanzierung Nachhaltigen Wachstums unterstützen. In der konstituierenden Sitzung des Sustainable Finance-Beirats am 6. Juni 2019 ging es vor allem um die Arbeitsweise des Beirats und die Konstitution der Arbeitsgruppen. Die Einzelheiten befinden sich noch in der Abstimmung. Erste Entwürfe einer Strategie sollen möglichst beim 3. Sustainable Finance-Gipfel am 16. Oktober 2019 in Frankfurt öffentlich vorgestellt und diskutiert werden.
 
Der Beirat wird sich in Arbeitsgruppen zu den folgenden Themen organisieren:

AG 1: Sustainable Finance-Strategie und Kommunikation
AG 2: Finanzmarktstabilität und Risikomanagement
AG 3: Offenlegung und Transparenz
AG 4: Endkunden: Standards und Labels (Retail und Institutionell)

FNG-Geschäftsführerin Angela McClellan ist gemeinsam mit Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodosbank Deutschland, Co-Chair der AG 4. Die nächste Sitzung des Beirats findet am 4. September 2019 im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit statt.

Die vollständige Pressemitteilung des BMF zum Sustainable Finance Beirat vom 19. Juni 2019 finden Sie hier.
Eine Auflistung der Mitglieder des Beirats finden Sie hier.
Die offizielle Übersicht zum Arbeitsprogramm finden Sie hier.


Expertengruppe veröffentlicht Berichte zur Taxonomie, zu Green Bonds und zu Benchmarks //27.06.2019
Die Technische Expertengruppe (TEG) für nachhaltige Finanzanlagen veröffentlichte drei Berichte über Standards für grüne Anleihen, Klimaindikatoren und Klassifizierungen (die sogenannte „Taxonomie“).
Die drei Berichte, die ein wesentlicher Bestandteil des EU-Aktionsplans zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums sind, sollen die Grundlage für die Entwicklung neuer Regulierungsrahmen für den Finanzsektor bilden. Die Europäische Kommission hat außerdem eine neue Leitlinie zur Berichterstattung über „klimabezogene Unternehmensinformationen“ für große börsennotierte EU-Firmen veröffentlicht.
Die TEG für nachhaltige Finanzanlagen war von der Europäischen Kommission im Juni 2018 eingerichtet worden und setzt sich aus 35 Mitgliedern sowie vier Beobachtern aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und dem Finanzsektor zusammen. Dazu kommen weitere Mitglieder und Beobachter aus den EU- und anderen internationalen öffentlichen Institutionen. Die Arbeit der TEG wurde offiziell bis Ende 2019 verlängert.
Hier können Sie die verschiedenen Berichte einsehen: Taxonomie, Green Bond Standard, Klima- und ESG-Benchmarks

Zusätzliche Infomaterialien:
Erste Ergebnisse der Technical Expert Group on Sustainable Finance zur Taxonomie und Einladungen zu weiterführenden
Workshops //10.12.2018
 
Im Anschluss an ihren im März 2018 veröffentlichten Aktionsplan zur Finanzierung eines nachhaltigen Wachstums hat die Europäische Kommission im Juli 2018 eine technische Expertengruppe (TEG) eingerichtet. Der Aktionsplan fordert die TEG auf, einen Bericht zu veröffentlichen, basierend auf einer umfassenden Konsultation aller relevanten Interessengruppen.
Die TEG hat nun erste Arbeitsergebnisse und Aktivitäten vorgestellt und bittet diesbezüglich um Stellungnahmen. In Anlehnung an die NACE (Nomenclature of Economic Activities), einer europäischen Klassifizierung wirtschaftlicher Bereiche und Aktivitäten, hat die TEG eine Übersicht erarbeitet, mit 16 Wirtschaftsbereichen und jeweiligen Wirtschaftsaktivitäten, die der Nachhaltigkeitsbeurteilung dienlich sein soll. In einer ersten Feedbackrunde sollen Rückmeldungen bezüglich der Sektoren und Aktivitäten gesammelt werden. Um zusätzliche Expertise heranzuziehen, sollen in einem nächsten Schritt  für die verschiedenen Sektoren Workshops zu Klimaschutzmaßnahmen, Anpassungsaktivitäten und zur Durchführung einer Schadensbewertung organisiert werden. Bis zum  04. Januar 2019 können Experten über ein Online-Formular ihr Interesse an einer Teilnahme an den Workshops bekunden (Links zur Anmeldung finden Sie auf S.27 der unten verlinkten Zusammenfassung im PDF-Format). Eingeladene Experten werden Mitte Januar benachrichtigt, die Workshops sollen bis Ende März abgehalten werden. Bis Juni 2019 soll ein erster Zwischenbericht der TEG zur Taxonomie vorliegen.
 
Eine vollständige Dokumentation der ersten Ergebnisse, Inhalte der Workshops, Deadlines und Anmeldeformulare können Sie hier downloaden
 
Zu folgenden Ergebnissen können Sie ihr Feedback abgeben (abgeschlossen):


Aktuelle Konsultationen

1.) Konsultation zum EU-Green-Bond-Standard
- Feedbackdeadline: 02.10.2020
Feedback geben können Sie hier.

2.) Bewerbungsaufruf: Mitglieder für die Platform on Sustainable Finance
- Bewerbungsfrist:: 16.07.2020 geschlossen!
Bewerben können Sie sich hier.

3.) Empfehlungen der Europäischen Aufsichtsbehörden zu ESG-Offenlegungsstandards für Finanzmarktteilnehmer, Berater und Produkte
- Feedbackdeadline: 01.09.2020
Feedback geben können Sie hier.

4.) EU-Roadmap zur neuen Sustainable Finance Strategie
- Feedbackdeadline: 15.Juli 2020 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

5.) Überarbeitung der Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung
- Feedbackdeadline: 11.06. 2020 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

6.) Zwischenbericht des Sustainble Finance Beirats
- Feedbackdeadline: 3.Mai 2020 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

7.) EU Eco-Label für Finanzprodukte: Zweiter technischer Bericht mit Vorschlägen zu Umfang und Kriterien
- Feedbackdeadline: 3. April 2020 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

8.) Roadmap zur Überarbeitung der Richtlinie über die nichtfinanzielle Berichterstattung
- Feedbackdeadline: 27. Februar 2020 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

9.) Aktualisierung der Regelungen zur nichtfinanziellen Berichterstattung durch Großunternehmen
- Feedbackdeadline: 27. Februar 2020 geschlossen!
Feedback können Sie hier geben.

10.) Technical Report zur Taxonomie
- Feedbackdeadline: 13. September 2019 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

11.) Richtlinien zu Offenlegungspflichten zur Bonitätsbewertung
- Feedbackdeadline: 19.März 2019 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

12.) Feedback zur Integration von Nachhaltigkeitsrisken und -faktoren in MiFID II
- Feedbackdeadline: 19.Februar 2019 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

13.) Zur Integration von Nachhaltigkeitsrisiken und -faktoren in die OGAW-Richtlinie und die AIFM-Richtlinie
- Feedbackdeadline: 19.Februar 2019 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

14.) Feedback zur ersten Runde der Klimaschutzaktivitäten
- Feedbackdeadline: 22.Februar 2019 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

15.) Feedback zur Anwendbarkeit der Taxonomie
- Feedbackdeadline: 22.Februar 2019 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

16.) Legislativvorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über die Offenlegung von Informationen über nachhaltige Investitionen und Nachhaltigkeitsrisiken sowie zur Änderung der Richtlinie (EU) 2016/2341
- Feedbackzeitraum: 25.05.2018 - 23.08.2018 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

17.) Legislativvorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen
- Feedbackzeitraum: 25.05.2018-23.08.2018 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

18.) Legislativvorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Änderung der Verordnung (EU) 2016/1011 in Bezug auf Referenzwerte für CO2-arme Investitionen und Referenzwerte für Investitionen mit günstiger CO2-Bilanz
-
Feedbackzeitraum: 24.05.2018 - 22.08.2018 geschlossen!
Feedback geben können Sie hier.

Sobald weitere Konsultationen anstehen, werden wir Sie darüber informieren.

 

 

Stellungnahmen des FNG

Stellungnahme zur Konsultation der EU-Kommission zur neuen Sustainable Finance-Strategie im Rahmen des EU Green Deal (Juli 2020)
FNG-Beitrag zur EU-Konsultation für die EU-Richtlinie zur nicht-finanziellen Berichterstattung (Juni 2020)
Stellungnahme zu den Verhandlungen zur Taxonomiefür nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten im Rahmen des EU-Aktionsplans zu Sustainable Finance
(September 2019)
FNG-Position zur Integration von Nachhaltigkeitsrisken und -faktoren in MiFID II
(Februar 2019)

Gemeinsame Stellungnahme zu den Gesetzesvorlagen zum EU-Aktionsplan Finanzierung Nachhaltigen Wachstums (September 2018)
FNG-Position zum EU Legislativpaket zu Nachhaltigkeitspflichten von institutionellen Investoren und Asset Managern (August 2018)
FNG-Position zum EU Legislativpaket über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen (August 2018)
FNG-Position zum EU Legislativpaket zu Referenzwerten für CO2-arme Investitionen und Referenzwerten für Investitionen mit günstiger CO2-Bilanz (August 2018)

FNG-Position zum EU Legislativpaket zur Integration von ESG-Kriterien in die Kundenberatung bei Finanzdienstleistern und Versicherungen (Juni 2018)
FNG- Analyse/ Position zum Aktionsplan - Finanzierung nachhaltigen Wachstums der EU-Kommission (März 2018)
EU-Sustainable Finance-Konferenz am 22.3. in Brüssel: Tempo, Glamour und viele offene Fragen (März 2018)
Sustainable Finance Konferenz in Berlin zeigt: Debatte erreicht neuralgischen Punkt (März 2018)
Stellungnahme des FNG zum Abschlussbericht der EU High Level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG) (Februar 2018)
Public consultation on institutional investors and asset managers' duties regarding sustainability (Januar 2018)
FNG’s position on fiduciary duty / Investors duties (Dezember 2017)

Stellungnahmen von Eurosif

Stellungnahme zum Legislativpaket MiFID II und IDD (Juni 2018)
Pressemitteilung zur Veröffentlichung des Aktionsplans (März 2018)
Interview mit Flavia Micilotta zum Aktionsplan (Juni 2018)
Interview mit Flavia Micilotta zum Aktionsplan (März 2018)

Stellungnahmen unserer Mitglieder und Forumspartner

Forumspartner

Bundesverband Deutscher Stiftungen - Geldanlage - Profit ist nicht genug (März 2018)

BVI - Feedback on the usability of the taxonomy (Februar 2019)
BVI - Feedback on the first round climate mitigation activities (Februar 2019)
BVI -
BVI begrüßt Aktionsplan für Nachhaltigkeit (März 2018)
BVI - BVI fordert bessere statt noch mehr Regulierung (Februar 2018)

CRIC e.V.  - Technical Expert Group mit branchennaher Besetzung – Wissenschaft kaum repräsentiert (Juni 2018)
CRIC e.V. -
CRIC zum 'Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums' der EU-Kommission (März 2018)

EU Aktionsplan - Finanzierung nachhaltigen Wachstums

Aktueller Stand der vier Gesetzespakete des EU-Aktionsplanes zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums im Gesetzgebungsprozess

Foto bersicht

Am 08. März 2018 veröffentlichte die EU den Aktionsplan: Finanzierung nachhaltigen Wachstums (COM(2018) 97 final), der eine Reihe von Handlungsempfehlungen für die Finanzierung der klimapolitischen Ziele von Paris und der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals) durch Umlenkung der Kapitalströme vorlegt. Durch die erhöhte Berücksichtigung klimapolitischer Risiken soll außerdem ein langfristigeres Denken in der Kapitalmarktanlage gefördert werden, wodurch ein stabilerer Finanzmarkt geschaffen werden soll. Diese Seite informiert zu aktuellen Entwicklungen bei der Umsetzung des EU-Aktionsplans sowie zur begleitenden Arbeit unserer Mitglieder und Partner.
Der EU-Aktionsplan baut auf dem am 31. Januar 2018 veröffentlichten Abschlussbericht der von der EU-Kommission beauftragten High Level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG) auf und legt zehn zentrale Ziele fest, die zu einem Großteil bis Ende 2019 erreicht werden sollen:

Abb. 1 - Übersicht zu den 10 Punkten des EU-Aktionsplanes

Grafik 10 Punkte Plan EU KOM 2018 07 27

1. Taxonomie der Nachhaltigkeit: Zur Erarbeitung der Nachhaltigkeits-Taxonomie wurde eine Technical Expert Group einberufen, die ein einheitliches Klassifikationssystem der Nachhaltigkeit erarbeitet und die Gebiete identifiziert, in denen nachhaltige Investments die größte Wirkung erzielen. Die Kommission schlägt ein Stufenkonzept vor, beginnend mit einer Taxonomie, die Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels und zur Anpassung an seine Folgen sowie bestimmte umweltbezogene Tätigkeiten einschließt. In einem zweiten Schritt wird die Taxonomie dann auf die übrigen umweltbezogenen und sozialen Tätigkeiten ausgeweitet.

2. Treuhänder- und Investorenpflichten: Der Vorschlag zielt darauf ab, institutionelle Anleger und Vermögensverwalter ausdrücklich anzuhalten, Nachhaltigkeitsaspekte in den Entscheidungsprozess für Investitionen einzubeziehen und den Endanlegeren gegenüber transparenter zu machen, wie diese Nachhaltigkeitsfaktoren bei Investitionsentscheidungen, insbesondere in Bezug auf ihre Exponierung gegenüber Nachhaltigkeitsrisiken, berücksichtigt werden. 

3.
Green Bond Standards: Zunächst sollen Green Bonds (grüne Anleihen) standardisiert werden. Später soll unter Beachtung der EU Taxonomie ein EU Eco-Label für Finanzprodukte entwickelt werden.

4. Nachhaltige Investitionen: Die Instrumente zur Förderung nachhaltiger Investitionen in der EU und in Partnerländern sollen effizienter gestaltet werden. Nachhaltige Infrastrukturprojekte sollen gefördert werden.


5. Berücksichtigung der Nachhaltigkeit in der Finanzberatung: Wertpapierfirmen und Versicherungsvertreiber sind nach der Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente (MiFID II) und der Versicherungsvertriebsrichtlinie (IDD) verpflichtet, bei der Beratung „geeignete“ Produkte anzubieten, die den Bedürfnissen ihrer Kunden gerecht werden. Mit der Anpassung der Richtlinie sollen sie zukünftig zu einer Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen von Kunden verpflichtet werden. Die Europäische Wertpapier- und Aufsichtsbehörde (ESMA) wird aufgefordert, in ihren Leitlinien zur Eignungsbeurteilung eine solche Bestimmung über Nachhaltigkeitspräferenzen aufzunehmen.


6. Verbesserung der Transparenz von Methoden und Merkmalen von Climate Benchmarks: Eine Sachverständigengruppe der Kommission soll über die Gestaltung, Transparenz und Methodik von Climate-Benchmarks beraten.


7. Aufnahme von Nachhaltigkeitsaspekten in ESG-Ratings und Analysen: Ratingagenturen sollen ESG-Aspekte in ihre Methodik aufnehmen. Eine Studie zu Methoden und Marktanalysen von Nachhaltigkeit soll durchgeführt werden. 

8. Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in Aufsichtsvorschriften: Prüfung, ob mit Klima- und Umweltfaktoren verbundene Risiken in die Risikomanagementstrategien der Versicherungsgesellschaften und Pensionsfonds und die Kapitalanforderungen von Banken als Teil der Eigenkapitalanforderungen und der Eigenkapitalrichtlinie mit einbezogen werden können.


9. Erhöhte Transparenz und Überarbeitung der CSR-Richtlinie: Die EU wird die Anforderungen an die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit sowie die Aussichten für eine digitalisierte Berichterstattung prüfen. In diesem Zusammenhang soll die Leitlinie für nichtfinanzielle Informationen überarbeitet werden. 

10.
Nachhaltige Unternehmensführung: Es soll überprüft werden, ob Leitungsgremien der Unternehmen verpflichtet werden müssen, eine Nachhaltigkeitsstrategie, einschließlich angemessener Sorgfaltspflichten in der gesamten Lieferkette, sowie messbare Nachhaltigkeitsziele auszuarbeiten und zu veröffentlichen. Zudem soll die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) aufgefordert werden unangemessenes kurzfristiges Denken auf den Kapitalmärkten zu dokumentieren und zu maßregeln.

 

Abb. 2  - Zeitplan zur Umsetzung des EU-Aktionsplans

Grafik Zeitplan UmsetzungII

Zur Erarbeitung der Kriterien für die durch den EU-Aktionsplan neu geschaffenen Nachhaltigkeitsstandards hat die EU-Kommission eine Technical Expert Group aus der Finanzwirtschaft, Unternehmen und Verbänden sowie Zivilgesellschaft und Wissenschaft benannt. Diese soll unter anderem Konzepte für die EU-Taxonomie, den EU Green Bond-Standard, zu den Referenzwerten für die Bemessung von Low Carbon Indizes sowie Metriken, um die Offenlegung von klimarelevanten Informationen zu verbessern, erarbeiten.
Mit dem EU-Aktionsplan sind die Themen Nachhaltige Geldanlagen und verantwortliches Investieren auf höchster EU-Ebene angekommen. Eine erfolgreiche Umsetzung der Vorhaben birgt große Chancen, Nachhaltigkeit dauerhaft in der Finanzwirtschaft und der EU- und Länderpolitik zu verankern.

Unten stehend finden Sie eine Linksammlung chronologisch zu den Ereignissen auf EU-Ebene rund um das Thema nachhaltige Finanzen, die wir fortlaufend aktualisieren werden. Hinweise und Feedback nehmen wir gerne auf – schrieben Sie uns unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Besetzung der Technical Expert Group (Mai 2018)
- Liste der Mitglieder
- Pressemitteilung der Europäischen Kommission

Legislativpakete (Mai 2018)
- Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen (in anderen Sprachen hier)
- Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES über die Offenlegung von Informationen über nachhaltige Investitionen und Nachhaltigkeitsrisiken sowie zur Änderung der Richtlinie (EU) 2016/2341 (in anderen Sprachen hier)
- Vorschlag für eine VERORDNUNG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES zur Änderung der Verordnung (EU) 2016/1011 in Bezug auf Referenzwerte für CO2 arme Investitionen und Referenzwerte für Investitionen mit günstiger CO2-Bilanz: Dokument 1 und Dokument 2 (in anderen Sprachen hier)
- Pressemitteilung der Europäischen Kommission
- Fact Sheet der Europäischen Kommission
- FAQs zu den Legislativpaketen

EU-Aktionsplan (März 2018)
- Bericht in deutsch
- Bericht in englisch
- Pressemitteilung der Europäischen Kommission
- Factsheet der Europäischen Kommission
- FAQs zum Aktionsplan

High Level Expert Group on Sustainable Finance (HLEG)
- Abschlussbericht (Januar 2018)
- Pressemitteilung
- Zwischenbericht (Juli 2018)
Gesetzgebung EU


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