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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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Nachhaltige Geldanlagen wachsen in Österreich um 27 Prozent – Spekulation mit Nahrungsmitteln ist wichtiges Thema // 07.05.2014

Volumen Nachhaltiger Geldanlagen in Österreich beträgt 7,1 Milliarden Euro – Anteil am Gesamtmarkt liegt bei 4,5 Prozent – Institutionelle Investoren gewinnen an Bedeutung – Zukunftsprognosen positiv

Nachhaltige Geldanlagen haben in Österreich erneut stark zugelegt. Ihr Volumen hat sich 2013 um 27 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro erhöht. Dies geht aus dem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2014 hervor, den das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) am 7. Mai veröffentlicht hat. Nachhaltige Geldanlagen ergänzen die klassischen Kriterien der Rentabilität, Liquidität und Sicherheit um ökologische, soziale und ethische Bewertungspunkte. 

„Der Markt für nachhaltige Anlagen in Österreich entwickelt sich weiterhin sehr dynamisch“, sagt Mag. Wolfgang Pinner, stellvertretender FNG-Vorstandsvorsitzender und Leiter des FNG Österreich, mit Blick auf die neuen Marktdaten. „Erfreulich ist vor allem das starke Plus bei den nachhaltigen Investmentfonds in Höhe von 41 Prozent. Zudem hat sich der Anteil nachhaltiger Anlagen im Vergleich zum konventionellen Markt erhöht. Dies ist ein klares Zeichen dafür, daß Nachhaltige Geldanlagen deutlich mehr sind als ein bloßer Trend“, unterstreicht der Finanzexperte.

Der Marktanteil Nachhaltiger Geldanlagen ist 2013 weiter auf 4,5 Prozent angestiegen. Österreich nimmt damit im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz eine Vorreiterrolle ein.

Zunehmend an Bedeutung gewinnt in Österreich die Anwendung von bestimmten Ausschlußkriterien auf das gesamte verwaltete Vermögen. Ein Finanzakteur schließt auf diese Weise für ein Anlagevolumen von 15 Milliarden Euro geächtete Waffen aus, zwei Finanzakteure wenden auf insgesamt 23,5 Milliarden Euro das Kriterium Spekulation mit Nahrungsmitteln beziehungsweise den Handel mit Agrarrohstoffen an.

„Diesen Trend beobachten wir auch in anderen Märkten“, erklärt FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. „Bemerkenswert ist jedoch die Bedeutung, die in Österreich dem Thema Handel mit Agrarrohstoffen beigemessen wird.“, Zu beachten ist, daß ein oder zwei Ausschlußkriterien nicht ausreichen, um als Nachhaltige Geldanlagen eingestuft zu werden. Vielmehr handelt es sich in diesen Fällen um verantwortliche Investments.

Am österreichischen Markt nehmen institutionelle Investoren eine klar vorherrschende Position ein. Ihr Anteil am nachhaltigen Anlagemarkt ist weiter angestiegen und liegt nun bei 86 Prozent. Unter den institutionellen Investoren spielen die betrieblichen Pensionsfonds sowie die Vorsorgekassen eine zentrale Rolle. 77 Prozent der Nachfrage entfällt auf diese Investorengruppe. Daneben sind kirchliche Institutionen und Wohlfahrtsorganisationen mit einem Anteil von 13 Prozent ein weiterer wichtiger Marktakteur. Auch mit Blick  auf die weitere Marktentwicklung werden die institutionellen Investoren als zentral angesehen. Die Marktakteure gehen in den kommenden drei Jahren von einem Wachstum von 44 Prozent aus.

Bereits seit 2005 legt das FNG mit dem Marktbericht umfassendes Datenmaterial zu den nachhaltigen Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Die Daten für diese Studie hat das FNG erhoben. Neben dem Marktbericht fließen die Daten auch in die SRI Study des Europäischen Dachverbandes Eurosif (European Sustainable Investment Forum) ein, die im Oktober 2014 erscheinen wird. Folgende Sponsoren und Unterstützer haben den Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2014 ermöglicht: Union Investment, die GLS Bank, die Kepler Fonds Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., die oekom research AG, die Swisscanto Asset Management AG, Absolut Research, das Bankhaus Schelhammer & Schattera, die Inrate AG und die RobecoSAM AG.

Studie:
Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2014 – Deutschland, Österreich und die Schweiz
Sustainable Investments in Switzerland – Excerpt from the Sustainable Investment Market Report 2014


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