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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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Novethic-Studie: Mehr als zwei Drittel der europäischen Asset-Owner integrieren ESG-Kriterien in ihr Asset-Management // 9.12.2010

Paris, Dezember 2010 69 Prozent der europäischen Asset-Owner integrieren Kriterien aus den Bereichen Ökologie, Soziales und gute Unternehmensführung in ihr Asset-Management. Dies geht aus einer Studie des französischen Think Tanks Novethic hervor, die am 3. Dezember in Paris der Öffentlichkeit präsentiert wurde. Die Motive für die Integration dieser so genannten ESG-Kriterien (englisch: Environment, Social, Governance) und die verwendeten Methoden weichen in den einzelnen Ländern jedoch noch sehr stark voneinander ab. 

Novethic hat in neun europäischen Ländern* insgesamt 251 Asset-Owner** befragt, die zusammen Assets im Wert von 7.500 Milliarden Euro repräsentieren. Damit liegen erstmals europaweit Daten zu der Frage vor, inwiefern ESG-Kriterien bei der Vermögensverwaltung großer Asset-Owner Berücksichtigung finden. Auch ist erhoben worden, wie die Asset-Owner die Integration von ESG-Kriterien mit ihrer Verantwortung als Vermögensverwalter in Einklang bringen und wie sie deren Einfluss auf die langfristige Performance einschätzen. Novethic konnte bei der Studie auf die Unterstützung von BNP Paribas Investment zählen. Für Deutschland hat das Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V. die Daten erhoben.

Unterschiedliche Sichtweisen
Für 59 Prozent der Franzosen und 68 Prozent der Deutschen ist die wichtigste Motivation, ESG-Kriterien zu berücksichtigen, einen Beitrag für ein nachhaltigeres Entwicklungsmodell zu leisten. Diese Meinung teilt jedoch nur eine Minderheit der Dänen (21%) und Briten (17%). In Finnland und in Dänemark ist der Schutz des eigenen guten Rufs der wichtigste Anreiz. Er wurde dort jeweils von über 40 Prozent der Befragten genannt. Dieses Motiv ist dagegen mit elf Prozent in Frankreich wenig verbreitet; in Großbritannien wurde es von den Investoren noch nicht einmal erwähnt. Das Management von Langzeit-Risiken ist für ein Drittel der französischen und niederländischen Investoren ein Motiv, das aber bei weniger als 15 Prozent der deutschen, spanischen und finnischen Investoren eine Rolle spielt. Nur in Großbritannien ist eine Mehrheit der Investoren der Auffassung, dass die Integration von ESG-Kriterien zu allererst eine Frage der finanziellen Performance ist (57%).

Integration leistet einen Beitrag zu langfristigen Performance
85 Prozent der befragten Investoren glauben, dass die Integration von ESG-Kriterien die langfristigen Zinsen maximiert. Noch vor fünf Jahren, als die United Nations Principles for Responsible Investment (PRI) noch nicht publiziert waren, herrschte unter Investoren die die Sichtweise vor, dass sich die Integration von ESG-Kriterien kaum mit ihrer Verantwortung als Vermögensberater vereinbaren lässt. Die Meinungen mögen sich geändert haben, aber noch sind längst nicht alle überzeugt: Nur 69 der Befragten gaben an, dass sie diese Art des Managements übernommen haben.

Welche Methoden praktiziert werden, variiert stark von Land zu Land. Das Screening von ESG-Kriterien ist bei weitem der wichtigste Ansatz in Frankreich, während in Großbritannien vor allem Engagement favorisiert wird (77%). In Dänemark stehen die Ansätze Engagement und norm-basierte Ausschlüsse ganz oben (jeweils mehr als 40 Prozent).

Der Fokus bleibt auf der kurzfristigen Performance – aber die Konzepte ändern sich
Obwohl die Mehrheit der Befragten (54%) der Auffassung ist, dass die langfristige auf der kurzfristigen Performance aufbaut, glauben 28 Prozent, dass auch das langfristige Risiko-Management eine Rolle spielt. 18 Prozent hiervon würden für einen nachhaltigere Wirtschaft eine schwächere kurzfristige Performance in Kauf nehmen.

Die Studie steht unter folgendem Link zum Download bereit:
http://www.novethic.com/novethic/v3_uk/upload/ESG_Survey_2010.pdf

Célia Juère - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! - +33 (0)1 58 50 98 23

Weitere Informationen unter http://www.novethic.fr

* Deutschland, Belgien, Dänemark, Spanien, Finnland, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande
** Banken, Versicherungs-Unternehmen Pensions-Fonds, Stiftungen und öffentliche Finanz-Institutionen


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