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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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Rückblick: FNG Dialog – Nachhaltige Kapitalanlagen aus Arbeitnehmerperspektive // 28.02.2018

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Am 27.02.2018 fand in Frankfurt am Main der FNG-Dialog zum Thema Nachhaltige Geldanlagen aus der Arbeitnehmerperspektive statt. Hierzu haben wir für Sie eine Rückblick zur Veranstaltung zusammengetragen.

Der Impulsvortrag von Herrn Häßler (NKI) verdeutlichte, dass Arbeitnehmerrechten eine wachsende Bedeutung bei der Wahl Nachhaltiger Geldanlagen beigemessen wird. Unter den zehn wichtigsten Ausschlusskriterien schaffen es Arbeitnehmerrechte auf Platz 3 und auch beim normbasierten Screening werden am häufigsten der UN Global Compact und die ILO Arbeitsnormen berücksichtigt, während beim Engagement-Ansatz auch Aspekte wie die Mitarbeitergesundheit, Diversity, gerechte Bezahlung und Frauen- und Nachwuchsförderung Beachtung finden. Trotz des wachsenden Bewusstseins für die Berücksichtigung von Arbeitsrechten bei der Wahl der Geldanlage, gibt es laut Häßler noch großen Nachholbedarf, vor allem bei den Pensionskassen und Versorgungseinrichtungen. Wünschenswert wären hier politische Impulse, entweder durch eine moderate Regulierung oder aber durch eine bewusste Vorbildfunktion, indem der Staat Pensionsrücklagen selbst nachhaltig anlegt.

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Frau Carvalho de Oliveira, ESG-Analysten bei Sycomore, stellte das unternehmensinterne SPICE-Konzept zur Nachhaltigkeitsbewertung von Unternehmen vor und veranschaulichte die Berücksichtigung von Arbeitsrechten anhand von Best-Practice Beispielen, wie dem Essilors Eye Mitra Program in Indien.

Auf dem sich anschließenden Panel, moderiert von Axel Wilhelm (imug), diskutierten Frau Sara Carvalho de Oliveira (Sycomore), Herr Prof. Christian Klein (Universität Kassel), Frau Antje Schneeweiss (Südwind e.V.) und Herr Uwe Rieken (FAROS Consulting GmbH und Co. KG). Dabei waren sich die Panelisten einig, dass die sozialen Aspekte unter den drei Ansatzpunkten von ESG bisher zu wenig beachtet wurden. Herr Klein erklärte dies mit der internationalen Prominenz des 2°C Klimaziels, während es im Bereich der Arbeitsrechte an einer konkreten Zielformulierung, abgesehen von den SDGs, fehle. Während in Deutschland für Pensionskassen, Versorgungswerke und Versicherungen Nachhaltigkeitskriterien eine bisher untergeordnete Rolle spielen – maßgebliche Kriterien seien laut Rieken nach wie vor alleinig Rendite und Risiko – gehören Pensionskassen in den Niederlanden und Skandinavien zu den Treibern Nachhaltiger Geldanlagen. Um diese Thematik auch in Deutschland voranzutreiben, bedarf es einer weiteren Bewusstseinsschaffung in den Ministerien als auch regulatorischer Maßnahmen, wie etwa der obligatorischen Aufklärung über nachhaltige Anlagemöglichkeiten in der konventionellen Finanzberatung. Ein Beispiel könne sich an Frankreich genommen werden, welches erst kürzlich Unternehmen dazu verpflichtete, aktiv nach Verstößen gegen Menschenrechte entlang der Lieferkette zu forschen und diese ggf. anzugehen. 

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Die Präsentationen der Referenten:

Claudia Tober, Geschäftsführerin, FNG e.V.
Rolf Hässler, Geschäftsführer, NKI – Institut für nachhaltige Kapitalanlagen GmbH
Sara Carvalho de Oliveira, ESG-Analyst, Sycomore AM

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