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FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.

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Die Positionen der Schweizer Parteien zu Nachhaltigen Geldanlagen und einem nachhaltigen Finanzmarkt // 14.10.2019

schweizer parlament

Vor den eidgenössischen Wahlen am 20. Oktober hat das FNG - Forum Nachhaltige Geldanlagen den im Parlament vertretenen und den zur Wahl stehenden Parteien Fragen zum Thema Finanzmarkt und Nachhaltigkeit gestellt.

Die Schweiz ist ein global wichtiger Finanzstandort, dessen Einfluss europa- und weltweit reicht. Innerhalb der EU ist mit dem EU-Aktionsplan zur Finanzierung nachhaltigen Wachstums eine große Debatte rund um die Grenzen der Schweiz zur Rolle und Regulierung von Sustainable Finance entbrannt. Denn zur Erreichung allein der europäischen Klimaschutzziele sind Investitionen im Ausmaß von 180 Mrd. Euro jährlich zusätzlich notwendig. Und damit sind nachhaltige Anlagen verstärkt in den Fokus der Politik und Wirtschaft gerückt.

Konkret ging es bei den Fragen an die Parteien um die Bedeutung und Rolle des Finanzsektors, um Nachhaltigkeit zu fördern und auch zu den Implikationen des EU-Aktionsplan für die Schweiz. Generell ist festzustellen, dass die Bedeutung des nachhaltigen Finanzsektors von den befragten Parteien nicht in Abrede gestellt wird, dennoch sind die Zugänge erwartungsgemäß unterschiedlich:

Die SP betont die Schlüsselrolle der Finanzindustrie bei der Erreichung der Sustainable Development Goals (SDGs), die im Rahmen der UN Agenda 2030 definiert wurden: „Deren Umsetzung erfordert pro Jahr Investitionen im Umfang von rund 3.500 bis 5.000 Milliarden Dollar. Dieser Betrag übersteigt die öffentliche Entwicklungshilfe um das 25- bis 35-fache. Schon allein vor diesem Hintergrund ist klar, dass die weltweiten Finanzflüsse insgesamt in der geforderten sozialen und ökologischen Transformation eine Schlüsselrolle zu spielen haben.“

Die FDP unterstreicht, dass nachhaltiges Wachstum als langfristig einzig sinnvolle Option eine Selbstverständlichkeit sei. Es gehe darum die richtigen Rahmenbedingungen zu definieren und „diese müssen sich an internationalen Offenlegungsstandards und Nachhaltigkeitskriterien orientieren. Schweizer Insellösungen sind nicht zielführend.“

Die Grünen kritisieren, dass auch wenn der Bundesrat die Chancen eines Nachhaltigen Finanzstandorts bereits erkannt habe, es doch bislang an konkreten Maßnahmen mangele: „Dies bedeutet für den Gesetzgeber, dass er neue Standards für grüne Finanzprodukte schaffen muss, damit einerseits der Finanzsektor dieser Rolle nachkommen kann und andererseits Greenwashing verhindert wird.“

Die BDP stellt heraus, dass es um die richtigen Rahmenbedingungen gehe, um die Schweiz zu einem führenden Sustainable-Finance-Standort zu machen: „Die Schweiz muss jetzt rasch aktiv werden, um den Zug nicht zu verpassen.“

Auf die Fragen nicht geantwortet haben CVP, Grünliberale und SVP/UDC.

Claudia Tober, Geschäftsführerin des FNG:

„Nachhaltiges Investment hat in der Schweiz eine lange Tradition und ist für die Weiterentwicklung des starken Finanzplatzes Schweiz von den antwortenden Parteien unumstritten.“ Sie stützt ihre Aussage mit dem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2019, „in dem die Schweiz mit einem Marktanteil von 18,3 % eine führende Rolle einnimmt. Die Dynamik scheint ungebrochen: Wachstumsraten von 72 % bei Fonds und Mandaten zeigen dies deutlich.“

Patrick Wirth, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender des FNG und Leiter Schweiz:

„Nachdem die EU Kommission mit dem EU-Aktionsplan für ein nachhaltiges Finanzwesen die Marschrichtung vorgegeben hat werden zur Förderung von Sustainable Finance europaweit an verschiedenen Standorten Massnahmen ergriffen.

Auch die Schweiz hat zahlreiche Hebel in Bewegung gesetzt, wie z.B. die vom BAFU und SIF initiierten Klimaverträglichkeitstests welche 2020 in die nächste Runde gehen werden. Ausserdem hat die vom Bundesrat eingesetzte Arbeitsgruppe Sustainable Finance die Arbeit aufgenommen um weitere Massnahmen zu klären. Nicht zuletzt lässt sich auch eine stark zunehmende Anzahl politischer Vorstösse zum Thema Nachhaltigkeit/nachhaltige Finanzen erkennen. Die Schweiz tut gut daran an dieser Dynamik festzuhalten damit mittel- bis längerfristig keine Standort- und Wettbewerbsvorteile verspielt werden. In diesem Sinne setzt das FNG mit den Wahlprüfsteinen ein Zeichen der Transparenz, damit das Stimmvolk sich vor den Wahlen ein Bild des politischen Willens der Parteien zur Förderung von Sustainable Finance machen kann.“

 

Die Wahlprüfsteine zum Download:
Wahlprüfsteine zu den eidgenössichen Wahlen 2019


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